Konzert mit Esther Bejarano in Seeheim-Jugenheim am 14. November 2015

Konzert Esther Bejarano

Erklärung unseres Bündnisses zur Situation der Flüchtlinge

Der Landkreis Darmstadt-Dieburg bleibt weltoffen und bunt.
Deshalb sind Flüchtlinge in unserem Landkreis willkommen!

Wir bekennen uns klar und deutlich zur Solidarität mit Flüchtlingen, zum Recht auf Asyl und zum Recht auf Bewegungsfreiheit!

Wir lassen nicht zu, dass Flüchtlinge in „gute“ und „schlechte“ Flüchtlinge unterschieden werden! Nicht nur Krieg, politische und rassistische Verfolgung, Folter und Gewalt, sondern auch Armut, Hunger, Perspektivlosigkeit, Klimaveränderung und menschenunwürdige Verhältnisse sind legitime Fluchtgründe! Es geht beim Thema Flüchtlinge nicht um kapitalistische Verwertungslogik, sondern um humanitäre Verantwortung!

Das Recht auf Asyl ist ein zentrales Grund- und Menschenrecht! Dieses Recht muss gegen alle rassistischen Angriffe offensiv verteidigt werden! Das ohnehin bereits beschädigte deutsche Asylrecht darf nicht weiter eingeschränkt oder über sogenannte „sichere Herkunftsländer“ ausgehöhlt werden!

Keine Umwandlung von Geld- in Sachleistungen!

Bunt ohne Braun, das Bündnis gegen Rechts im Landkreis Darmstadt-Dieburg dankt allen Menschen, die Flüchtlinge mit großem Engagement unterstützen! Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer brauchen ausreichend hauptamtliche Unterstützung!

Die Schaffung von humanen Bedingungen für Flüchtlinge ist nur möglich, wenn der öffentliche Dienst personell und finanziell gut ausgestattet ist und wenn die Arbeitsbedingungen sowohl den Menschen gerecht werden, die Hilfe geben,als auch denen, die Hilfe brauchen! Dazu gehört auch, die befristeten Arbeitsverträge für die in sozialen Bereichen tätigen Beschäftigten überall dort, wo es möglich ist, in unbefristete Arbeitsverträge umzuwandeln!

Aktive Bekämpfung aller Formen von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Antiziganismus!

Sofortiger Start eines Sonderprogramms “Sozialer Wohnungsbau“ für alle, die auf bezahlbaren Wohnraum angewiesen sind! Die Konkurrenz um Arbeitsplätze und bezahlbaren Wohnraum ist gewollt und kann nur durch Solidarität und gemeinsamen Kampf für bessere Lebensbedingungen überwunden werden!

Gegen die Verschärfung der kapitalistischen Konkurrenz aller gegen alle durch sogenannte „Freihandelsabkommen“ wie TTIP nd andere! Für einen gerechten Welthandel, der den Menschen dient und nicht den großen Konzernen nutzt!

Krieg tötet! Deshalb fordern wir ein Verbot von Waffen- und Rüstungsexporten!

Es darf keine Festung Europa geben! Nicht Grenzen, sondern Menschen müssen geschützt werden!

Rechten Gewalttätern und braunen Brandstiftern muss der Rechtsstaat mit aller Härte entgegentreten! Für rassistische Straftaten darf es keinerlei Toleranz geben! Rechten Parolen und menschenverachtenden Sprüchen muss offensiv entgegengetreten werden – in der Schule, an der Uni, am Arbeitsplatz, im Verein – überall! Hier ist die Zivilcourage jeder/jedes einzelnen gefordert!

Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen! Deshalb treten wir für ein Verbot aller neofaschistischen und rechtsradikalen Organisationen ein! Baut mit an einer Gesellschaft, in der für Rassismus und Menschenverachtung kein Platz mehr ist!

Für ein gutes Leben für alle Menschen – unabhängig von ihrer Herkunft!

Engagiert Euch! Unterstützt Bunt ohne Braun, das Bündnis gegen Rechts im Landkreis Darmstadt-Dieburg!


ViSdP: Renate Dreesen, Friedrich Battenberg

Der Text beruht auf einer weitgehend identischen Vorlage des Bündnisses gegen Rechts in Darmstadt. Wir danken Horst Raupp für die Erlaubnis, diesen Text für den Landkreis Darmstadt-Dieburg zu übernehmen.

Gedenkrundgang zu den Stolpersteinen am 09. November 2015

Gedenkrundgang

Veranstaltung: Der Frankfurter Auschwitz-Prozess

Margit Horvath Stiftung

Der Frankfurter Auschwitz-Prozess (1963/65)

Gespräch mit einem der Staatsanwälte dieses Prozesses: Gerhard Wiese

Moderation: Ulrike Holler unter Mitwirkung von Schüler/innen des Heinrich-Merck-Gymnasiums, Darmstadt

Mittwoch, 15. Juli 2015, 19.00 Uhr
Museum Mörfelden, Langgasse 45

G. Wiese verfasste gemeinsam mit J. Kügler und G. F. Vogel die Anklageschrift. Vor genau 50 Jahren (Aug. 1965) wurden im ersten Frankfurter Auschwitz-Prozess 17 Angeklagte verurteilt.

Kontakt: Telefon: 06105/320141 E-Mail: museum@moerfelden-walldorf.de

Pressemitteilung: Rechtspopulismus und rechter Terror in Hessen

Seit der Aufdeckung der Mordserie des sog. Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) im November 2011 wurden im Deutschen Bundestag und weiteren Länderparlamenten Untersuchungsausschüsse eingerichtet. Sie sollten Aufschluss über die Aktivitäten der rechtsextremen Szene und die Verstrickungen mit staatlichen Organen geben. Viele Fragen konnten geklärt werden und haben zum Teil erstaunliche Ergebnisse zu Tage gefördert. Nach wie vor aber ungeklärt sind die Zusammenhänge zwischen dem Hessischen Verfassungsschutz und dem NSU im Zusammenhang mit der Ermordung von Halit Yozgat am 6. April 2006. Hier besteht erheblicher Aufklärungsbedarf in der Öffentlichkeit.

Seit einigen Jahren existiert in der Stadt Darmstadt ein „Bündnis gegen Rechts“; dazu wurde im vergangenen Jahr der gemeinnützige Verein „Bunt ohne Braun – Bündnis gegen Rechts im Landkreis Darmstadt-Dieburg“ gegründet. Gemeinsam zeigen die beiden Initiativen, denen es um ein Bewusstmachen rechtsradikaler Tendenzen in der Bevölkerung und dubioser Praktiken im Verfassungsschutz geht, nun die Ausstellung „Neofaschismus“ in der Heinrich-Emanuel-Merck-Schule im Berufsschulzentrum Nord und laden am 2.7.2015 zu einem Vortrag und einer Podiumsdiskussion ein.

Bereits am 17. April 2015 hatte der prominente Politologe Prof. Dr. Hajo Funke in einem viel beachteten Vortrag in Seeheim-Jugenheim, zu dem „Bunt ohne Braun“ eingeladen hatte, einen informativen Blick auf die Entwicklung der rechtsextremen Szene in Hessen und die Entstehung rechtspopulistischer Strömungen in der Gesellschaft geworfen. Prof. Funke gilt als einer der profiliertesten Experten auf dem Gebiet des Rechtsextremismus und –populismus in Deutschland und war zuletzt als Berater für den Hessischen NSU-Untersuchungsausschuss tätig. Die Ausstellung will dieses Thema nun erneut besser bewusst machen. Sascha Schmidt von der DGB-Jugend wird zur Ausstellungseröffnung am 2. Juli über die Rechte Szene und ihre Aktivitäten berichten. In der anschließenden Podiumsdiskussion, die von den beiden Bündnissen gegen Rechts gestaltet wird, soll das Thema weiter vertieft werden. Wir erhoffen uns eine anregende Diskussion.

Gez. Renate Dreesen, Sprecherin, und Friedrich Battenberg,vSprecher von „Bunt ohne Braun

Ausstellung und Podiumsdiskussion zum Thema Neofaschismus (02. bis 22. Juli) +++UPDATE 28.06.+++

2015 06 02-22 Neofaschismus

UPDATE 28.06.

Die Aufstellung ist inzwischen aufgebaut und bereit zur Eröffnung. Hier die ersten Impressionen.

Ausgegrenzt Ausgebürgert Ausgelöscht

In einem Vortrag berichtet Klaus Knoche (Arbeitskreis Frieden der evangelischen Kirche Seeheim-Malchen) in der ehemaligen Synagoge Pfungstadt über jüdische Familien an der Bergstraße.

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Termin: Donnerstag, 28. Mai 2015 um 19:30 Uhr
Ort: Synagoge Pfungstadt, Hillgasse 8

Kontakt: Renate Dreesen, 1. Vorsitzende, Adam-Schwinn-Straße 49, 64319 Pfungstadt

www.synagoge-pfungstadt.de

Pressemitteilung zu Flyer der „Identitären Bewegung“

Ende vergangenen Monats fanden Bürger und Bürgerinnen in Dieburg und Großzimmern in ihren Briefkästen Flugblätter der sog. „Identitären Bewegung“ für „Heimat, Freiheit, Tradition“, in den vor der Einrichtung neuer Flüchtlingsheime gewarnt wurde. Man müsse verhindern, so heißt es hier, „dass ein unkontrollierter Zugang von kulturfremden Wirtschaftsflüchtlingen“ stattfinde, der „nicht nur finanziell erhebliche Folgen für uns hat, sondern inzwischen auch die innere Sicherheit gefährdet“.
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Prof. Hajo Funke referiert über den NSU Ausschuss

Unter dem Titel „Rechtspopulismus und rechte Gewalt – eine Bilanz und die Folgen für unsere Region“ veranstaltete am 17. April „Bunt ohne Braun – Bündnis gegen Rechts im Landkreis Darmstadt-Dieburg“ im überfüllten Saal des Hauses Hufnagel in Seeheim. Über 65 Gäste informierten sich aus erster Hand über die Zwischenergebnisse der NSU-Untersuchungsausschüsse, verbunden mit der Benennung von Namen der rechtsextremen Personen und den Organisationen sowie der Verstrickungen dieser als V-Leute im Staatsapparat.

Hülya Lehr, Prof. Hajo Funke und Stefan Zelder

Hülya Lehr, Prof. Hajo Funke und Stefan Zelder


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Diskussionsveranstaltung mit Prof. Hajo Funke

Einladung 17.04.2015