Allgemein

Gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit!

Nach der Bundestagswahl ist erstmals eine rechtsextreme Partei mit über 90
Abgeordneten im Parlament vertreten. Das ist beunruhigend und zeigt, dass politische Aufklärung, wie sehr die Beschäftigung mit unserer NS Vergangenheit und die
Erinnerungsarbeit ein konstituierendes Element unserer Gesellschaft sein muss.

Aussagen der AfD, deren Funktionäre Begriffe wie „völkisch“ als zum normalen Sprachgebrauch rechnen, das Holocaustmahnmal in Berlin als Denkmal der Schande bezeichnen und die auch fordern, es müsse wieder der Soldaten der Wehrmacht ehrend
gedacht werden – und dies 20 Jahre nach der Ausstellung „Verbrechen der Wehrmacht“- unterstreichen die Notwendigkeit dieser Aufgabe.

Besorgniserregend erscheinen uns auch Versuche, derartige Provokationen zu verharmlosen. Auch Positionen konservativer Parteien, die Asylgsetzgebung weiter
aufzuweichen und Schutzsuchende von unserem Land in angeblich sichere Herkunftsländer wie Afghanistan abzuschieben, stimmen uns bedenklich. Auch die Integration von Geflüchteten muss zügig vorangetrieben werden und hierzu gehört auch
der Familiennachzug, der nicht weiter ausgesetzt werden darf.

Gesetzesänderungen, wie beim Asylgesetz gilt es auf allen Ebenen Einhalt zu gebieten und z.B. Abschiebungen zu verhindern. Ohne Familiennachzug z.B. aus Syrien kann es keine Integration von Flüchtlingen geben.

Seit Jahren tagt in Wiesbaden der NSU Untersuchungsausschuss. Es ist ein Skandal, dass ein ehemaliger Verfassungsschützer und seine V-Leute weiterhin geschützt werden.
Auch der Prozess gegen Beate Zschäpe hat in mehr als vier Jahren bisher nicht die Vernetzungen und Verbindungen in der rechten Szene aufgedeckt.

Besorgt sind wir auch über die Entscheidung des amerikanischen Präsidenten, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, dies führt zu erheblichen Anfeindungen
gegenüber Israel und zu einem weiteren Erstarken des Antisemitismus. Auch in
Deutschland wurden bei Demonstrationen israelische Fahnen verbrannt. Gespeist von der Kritik an der Politik Israels treten offen antisemitische Ressentiments zu tage.

Schon vor zwei Jahren haben wir die Initiative ergriffen, uns mit den verschiedenen
Organisationen gegen Rechts in den südhessischen Kreisen und Städten zu vernetzen und mit ihnen stärker zu kooperieren. Wir bemühen uns darum, vor allem an Schulen Jugendliche zu erreichen und durch Workshops unsere Arbeit vorzustellen.

Antisemitisches und rechtsradikales Gedankengut beschränkt sich nicht auf unseren
eigenen Landkreis; ihm zu begegnen, erfordert eine Bündelung der demokratischen Kräfte einer größeren Region.

Wir bemühen uns schließlich auch darum, in Kooperation mit dem Schulamt und den
Schulen unseres Landkreises, aber auch mit der Kreisvolkshochschule, Jugendliche zu erreichen, um durch Workshops, Vorträge und andere Veranstaltungen ihr demokratisches Bewusstsein zu festigen und zu stärken, um gegen die Verlockungen
rechter und antisemitischer Rattenfänger immun zu werden.

Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit weiterhin und werden Sie Mitglied, damit wir auf einer möglichst breiten Basis unserer Bürgerschaft agieren können. Sie haben auch die Möglichkeit, unsere Arbeit als vom Finanzamt anerkannter gemeinnütziger Verein
durch eine Spende zu fördern.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien trotz all dem ein friedliches Weihnachts- oder Hanukkafest und wünschen Ihnen alles Gute für 2018. Möge dies ein Jahr werden, in dem unsere demokratischen Kräfte wieder gestärkt werden und die in der AfD
gebündelten antidemokratischen und rechtsradikalen Kräfte wieder zurückgehen.

Mit herzlichen Grüßen

Renate Dreesen     Wolfgang Schäfer

Sprecherin               Geschäftsführer

 

Darmstadt, 15. Dezember 2017

 

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Bankverbindung: Sparkasse Darmstadt
IBAN DE13 5085 0150 0000 7549 60 BIC HELADEF1DAS
Kontakt: info@bunt-ohne-braun.de

Der hessische NSU-Untersuchungsausschuss

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Proteste des Bündnisses Darmstadt gegen Rechts und Bunt ohne Braun

Proteste des Bündnisses Darmstadt gegen Rechts und Bunt ohne Braun im
Landkreis Darmstadt-Dieburg erinnern an die Opfer des Krieges und die
Verbrechen der Wehrmacht.

Kranzniederlegung am Leibgardistendenkmal
Offiziere der Bundeswehr beklagen mangelnde Traditionspflege bei der
Bundeswehr

Das Denkmal wurde von Heinrich Jobst geschaffen und im Jahr 1928
enthüllt mit der Inschrift: „Dem Leibgarde-Regiment und seinen tapferen
Söhnen“ gewidmet.

Seit 1947 erinnert das Denkmal auch an den 2. Weltkrieg und damit an die
Verbrechen der Wehrmacht.

Die Infanterieregimenter 226 und 486 wurden nach Beginn des Angriffs auf
die Sowjetunion an die Ostfront kommandiert. Der Name des Regiments 226
ist untrennbar mit dem monatelangen Gemetzel in Stalingrad verbunden.
Als Teil der 6. Armee wurden die Soldaten 1942 ins Feuer der
Straßenkämpfe geschickt. Das Ergebnis des Mordens ist bekannt. Die
deutschen Truppen in Stalingrad wurden dezimiert, zurückgedrängt,
schließlich eingekesselt und aufgerieben. Hunderttausende starben. Das
Regiment 226 existierte nicht mehr.

In Städten, wie Kiew, Odessa, Bialystok, Minsk, Smolensk und Stalingrad,
in der Schlossgrabenmauer gemeißelt sind, wurde Geschichte mit
unermesslich viel Blut geschrieben. Die Orte stehen für die Verbrechen
der Wehrmacht.

Hitlers Angriffskrieg gegen die Sowjetunion hatte von Anfang an hatte
nur Versklavung und Ausrottung zum Ziel. Hinter der Front machte die SS
erbarmungslos Jagd auf Juden und Kommunisten. Zehntausende wurden ermordet.

„Die kollektive, fast ausschließlich militärische Katastrophe des ersten
Kriegs wird hier mit den Massakern an der Zivilbevölkerung und dem
Völkermord des zweiten vermengt“, schrieb Winder in seiner 2010
erschienenen Geschichtsbetrachtung „Germany, oh Germany“.

Völkisch

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Gedenkkonzert Erwin Schulhoff

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Lebenslinien


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Erklärung zur Bundestagswahl 2017

Der  Ausgang der Bundestagswahl 2017 erregt unsere Besorgnis auch im Landkreis Darmstadt-Dieburg. Auch wenn wir nicht der Meinung sind, dass die Mehrheit der Wähler der AfD deren rechtsradikale rassistische Positionen teilt, so haben deren Wähler den Einzug dieser Partei in den Bundestag zu verantworten.

Wir unterstützen den offenen Brief von Avaaz und bitten Sie, den Aufruf zu unterzeichnen – wie es bereits 450 000 Menschen getan haben:

„Sehr geehrte AfD,

wir sind die 87 Prozent, die euch nicht gewählt haben.

Wir sind links der Mitte, rechts der Mitte und genau auf der Mitte.Wir sind Menschen jedes Geschlechts, jedes Alters, jeder Herkunft, jeder Religion, jeder Hautfarbe, jeder sexuellen Orientierung, jeder politischen Richtung. Wir sind die, die unser Land zu dem machen, was es ist. 

Und wir stehen auf gegen euren Rassismus. 

Wir stehen für ein weltoffenes, soziales, liberales, vielfältiges Deutschland, in dem kein Platz ist für Fremdenfeindlichkeit. Wo ihr Mauern ziehen wollt, bauen wir Brücken. Wo ihr Hass verbreiten wollt, reagieren wir mit Zusammenhalt. 

Das hier ist unser aller Land und ihr “holt es euch nicht zurück. [1]

[1]
Avaaz.org ist ein weltweites Kampagnennetzwerk mit 41 Millionen Mitgliedern, das sich zum Ziel gesetzt hat, den Einfluss der Ansichten und Wertvorstellungen aller Menschen auf wichtige globale Entscheidungen durchzusetzen. („Avaaz“ bedeutet „Stimme“ oder „Lied“ in vielen Sprachen). Avaaz Mitglieder gibt es in jedem Land dieser Erde; unser Team verteilt sich über 18 Länder und 6 Kontinente und arbeitet in 17 verschiedenen Sprachen. Erfahren Sie hier, etwas über einige der größten Aktionen von Avaaz oder folgen Sie uns auf Facebook oder Twitter.

Um sicherzustellen, dass die Nachrichten von Avaaz bei Ihnen ankommen, fügen Sie bitte avaaz@avaaz.org zu Ihrer Kontaktliste hinzu. Um Ihre Email-Adresse, die Spracheinstellungen oder andere Benutzerinformationen zu ändern, kontaktieren Sie uns oder melden Sie sich hier einfach ab. Um Avaaz zu kontaktieren, antworten Sie bitte nicht auf diese E-Mail.Benutzen Sie stattdessen das Formular www.avaaz.org/de/contact?ftr oder rufen Sie uns an, unter: +1 1-888-922-8229 (USA).

 

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Stoppt die AfD

miteinander gerecht leben

„Kirche findet Stadt“ lädt zu Wahl-Talk mit Bundestagskandidatinnen und -kandidaten für
Freitag, 25. August, 18.30 Uhr, in den Kreistagssitzungssaal in Darmstadt-Kranichstein. Das
Duo Kabbaratz gibt humoristischen Impuls.

 

Pressemitteilung

Das Forum Gemeinwesenarbeit/Gemeinwesendiakonie „Kirche findet Stadt“ lädt unter dem Titel „miteinander gerecht leben“ zum Wahl-Talk mit Bundestagskandidatinnen und – kandidaten der Wahlkreise Darmstadt (186) und Dieburg (187) ein. Die Diskussionsveranstaltung findet statt am Freitag, 25. August 2017, von 18.30 Uhr bis 21.30 Uhr, im Kreistagssitzungssaal, Jägertorstraße 207, im Kreishaus in Kranichstein. Veranstalter ist das Forum Gemeinwesenarbeit/ „Kirche findet Stadt“. Ihre Teilnahme bereits zugesagt haben: Frank Diefenbach (Grüne), Michael Friedrichs (Linke), Dr. Astrid Mannes (CDU), Christel Sprößler (SPD), Daniela Wagner (Grüne), Nicolas Wallhäußer (FDP),

Dr. Jens Zimmermann (SPD)

Die Veranstaltung ist Teil des Jahresprogramms „Reformation 2017 ökumenisch“. Es moderieren Arno Allmann, Dekan des Evangelischen Dekanats Darmstadt-Land und Bernd Lülsdorf, Dekanatsreferent des Katholischen Dekanats Darmstadt.

Einen humoristischen Impuls zum Einstieg gibt das Kabarett-Duo „Kabbaratz“ aus seinem neuem Programm „Es muss mehr als alles geben! Gerechtigkeit, Geld und Glück“.

Sieben Themen sollen in der Diskussion zur Sprache kommen: Wohnen, Generationengerechtigkeit, Recht auf Gesundheit, Migration – Integration – Inklusion, Demokratie leben – Bildung gestalten, Arbeit und Teilhabe sowie Armut und Vermögen.

Die Gäste können die Themen jeweils an einem Tisch mit einem der Kandidatinnen und Kandidaten diskutieren und dabei auch von Tisch zu Tisch, also von Thema zu Thema wechseln. „Unser Anliegen ist es, die von uns in die Diskussion eingebrachten Themen zu Gehör und damit voranzubringen“, sagt Dekan Arno Allmann.

Veranstaltende:

Das Forum Gemeinwesenarbeit/Gemeinwesendiakonie „Kirche findet Stadt“ besteht aus Vertreterinnen und Vertretern des Diakonischen Werks Darmstadt-Dieburg, der Evangelischen Dekanate Darmstadt- Stadt, Darmstadt-Land und Vorderer Odenwald, des Katholischen Dekanats Darmstadt, der Evangelischen Hochschule Darmstadt, der BAG Soziale Stadtentwicklung und Gemeinwesenarbeit, von Caritas und der Katholischen ArbeitnehmerInnen- und Betriebsseelsorge Südhessen.

Mitglieder der Steuerungsgruppe für die Veranstaltung zur Bundestagswahl „miteinander gerecht leben“ sind Arno Allmann (Dekan Ev. Dekanat Darmstadt-Land), Annette Claar-Kreh
(Gesellschaftliche Verantwortung, Ev. Dekanat Vorderer Odenwald), Edda Haack (Leiterin Diakonisches Werk Darmstadt-Dieburg), Winfried Kändler (Bildung und Gesellschaftliche Verantwortung, Ev. Dekanat Darmstadt-Stadt), Prof. Dr. Gabriele Kleiner (Evangelische Hochschule Darmstadt), Bernd Lülsdorf (Kath. Dekanat Darmstadt) sowie Gudrun Schneider (Caritasverband Darmstadt).

Pressearbeit:

Evangelisches Dekanat Darmstadt-Stadt

Öffentlichkeitsarbeit

Rebecca Keller

Rheinstraße 31

64283 Darmstadt

Tel. 06151 1362412

E-Mail: rebecca.keller@evangelisches-darmstadt.de

 

Konzert für Geflüchtete

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